Peter Gmoser

Olympiareiter, Ausbilder und Meistermacher

Aktuelle Erfolge

Peter Gmoser zählt seit vielen Jahren zu den bekannten Persönlichkeiten des österreichischen Dressursports. Zahlreiche internationale Starts und Championatsteilnahmen prägen seine Karriere. In den vergangenen Jahren gelang dem Burgenländer dabei noch einmal ein besonderer sportlicher Aufschwung: Mit selbst aufgebauten Pferden kehrte er an die nationale Spitze zurück und etablierte sich erneut erfolgreich auf internationalem Grand-Prix-Niveau.

Einen besonderen Meilenstein erreichte Peter Gmoser 2023 mit Foreman MJ: den ersten österreichischen Staatsmeistertitel in der Allgemeinen Klasse. Nur ein Jahr später gelang die Titelverteidigung mit der von ihm über Jahre aufgebauten Hannoveraner-Stute Dante’s Daiquiri. Zwei Staatsmeistertitel mit zwei unterschiedlichen Pferden innerhalb von zwei Jahren unterstreichen besonders seine Stärke als Ausbilder.

2026 wurden Peter Gmoser und Dante’s Daiquiri für das österreichische Team bei den Weltmeisterschaften in Aachen nominiert – ein weiterer Höhepunkt einer Karriere, die Erfahrung und konsequente Ausbildung verbindet.

  • FEI Weltmeisterschaften Aachen 2026: Nominierung für das österreichische Nationalteam in der Dressur mit Dante’s Daiquiri
  • Österreichischer Staatsmeister 2024 (Gössendorf): Titelverteidigung mit Dante’s Daiquiri
  • Österreichischer Staatsmeister 2023: Goldmedaille mit Foreman MJ
  • CDI-W Olomouc: 2. Platz Grand Prix und 2. Platz Grand Prix Musikkür mit Dante’s Daiquiri
  • CDI-W Motesice: 2. Platz in der Weltcup-Musikkür mit Foreman MJ
  • CDI3* Achleiten 2026: erstmals international über 70 Prozent im Grand Prix mit Dante’s Daiquiri

Vita

Peter Gmoser (geboren 16. Februar 1971) begann sechsjährig auf dem Pony Gretel mit dem Reiten. Seine Schwester Lisa und er waren vorerst begeisterte Springreiter. Nach einem schweren Sturz von Lisa entschloss sich auch Peter für eine Karriere im Dressursport. Unterstützt wurde er stets von seiner pferdesportbegeisterten Mutter Mag. Renate Gmoser.

Zu seinen Trainern zählten Alois Goldberger, der ihn an den internationalen Sport herangeführt und in dem jugendlichen Reiter die Begeisterung für Reitsportliteratur geweckt hat, aber auch Reitmeister Ines v. Badewitz. Sie brachte den Old School Spirit der Alten Meister in die Ausbildung ein. Sehr prägten auch Trainingsaufenthalte in der Schweiz beim international renommierten Dressurtrainer Georg Wahl.

So stellten sich schnell die ersten Erfolge ein: Bei den Jungen Reitern holte Peter Gmoser zweimal Bronze und einmal Silber bei den Europameisterschaften. Da Reiten Peters Passion ist, hängte er das Jus Studium an den Nagel und entschied sich dafür, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen.

Mit seinem Jahr an der Spanischen Hofreitschule verbindet ihn heute noch eine innige Freundschaft mit Oberbereiter Rudi Rostek, mit dem Peter immer wieder zusammenarbeitet. Im Jahr 1994 übersiedelte Peter in seinen Reitstall nach Sieggraben, welchen er bis zum heutigen Tag gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, der Staatsmeisterin Belinda Weinbauer führt und Dressurpferde bis zur höchsten Klasse ausbildet.

Ich reite wahnsinnig gern, habe großen Spaß am Turnierreiten, liebe es, zu unterrichten und auszubilden, auf Ziele und die momentan mögliche Leistungsgrenze hinzuarbeiten. Ich erfreue mich täglich an der Arbeit mit meinen international erfolgreichen Schülern. Ich kann mir kein schöneres Leben vorstellen.

Peter Gmoser

Karriere

In der allgemeinen Klasse nahm Peter Gmoser fünfmal an Europameisterschaften, viermal an Weltmeisterschaften (1998 in Rom, 2002 in Jerez, 2010 in Kentucky, 2026 in Aachen) und einmal am Weltcupfinale teil.

Mit dem Holsteiner Candidat sowie dem Westfalen Willibalds Don Debussy hat Peter Gmoser 2000 in Sydney und 2004 in Athen erfolgreich an Olympischen Spielen teilgenommen.

Im Moment liegt der Fokus für Meistermacher Gmoser darauf, die Stute Dante’s Daiquiri im internationalen Sport vorzustellen. Großes Ziel wäre es, sich wieder für Olympische Spiele zu qualifizieren.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Aber ich bin ja noch jung! In der Ruhe liegt die Kraft!, weiß der charismatische Dressurreiter, dessen Markenzeichen Fleiß, Disziplin und Geduld sind.

Im Bild

Peter Gmoser Portrait
Österreichischer Meister Dressur
Peter Gmoser bei der Siegerehrung
Peter Gmoser im Showfrack
Peter Gmoser freut sich über den Sieg
Peter Gmoser als Staatsmeister
Staatsmeisterschaft 2023
Staatsmeisterschaft 2024
Peter Gmoser mit Pokal
Peter Gmoser in Stückler
Peter Gmoser mit Dagi
Peter Gmoser im Grand Prix

Einige Fragen an Peter Gmoser

Sind Dressurreiter wie guter Wein: je älter, desto besser?

Jetzt, wo Sie das sagen, macht das schon Sinn! Im Ernst: Die Erfahrung macht zu einem sehr hohen Prozentsatz den guten Ausbildner und Trainer aus.

40 Jahre auf Turnieren, was hat sich verändert?

Mein Gott, ja, einiges: Es gibt ein zentrales Nennsystem, der Grand Prix dauert nur mehr halb so lange, der Gehorsamssprung nach der Dressur wurde abgeschafft und in den Richterhäuschen findet man mehr charmante Damen als Offiziere a. D. Die Pferde sind rittiger geworden und der Mitteltrab ist keine Überlebensfrage mehr. Zweifelsohne wird aber heute sehr gut geritten und man kann beeindruckende Ritte sehen und das nicht nur von den Paaren, die an der Spitze stehen.

Dressursport Österreich quo vadis? Oder was hat Holland, was wir nicht haben?

Reitsport hat hierzulande nicht die Priorität in den Medien wie etwa der Volkssport Schifahren, bei dem die Wirtschaft ein immenses Interesse am Erfolg der heimischen Sportler hat. In den Hochzuchtgebieten wie Deutschland oder Holland hat der Reitsport einen ganz anderen Stellenwert, entsprechend wird dort versucht, guten Reitern gute Pferde zukommen zu lassen. Nichtsdestotrotz bin ich sehr stolz darauf, Österreich zu vertreten, unser Land hat eine große Tradition in diesem Sport.

Wie wirken sich die sozialen Medien auf den Reitsport aus?

Ich denke, niemals zuvor wurde man von Informationen so überflutet wie heute. Das ist teilweise gut. Hautnah kann man seinen Vorbildern folgen, man erfährt, was sich bei Freunden tut. Aber leider gibt es auch einige, die glauben, nur weil sie ein Handy bedienen können, gehören sie mehr oder weniger zur Riege der Alten Meister.

Es war und ist und wird immer die schönste Nebensache der Welt sein. Weitermachen!